Fixiert aufs Internet - eine Prägung mit Folgen

Bewegungsmangel, veränderte Schlafgewohnheiten, Schlafmangel und schlechtere Leistungen in der Schule – all das sind mögliche Folgen, wenn Kinder und Jugendliche täglich stundenlang an Computer, Spielkonsole oder vorm Fernseher hängen oder mit dem Smartphone 24 Stunden online sind. Einige ziehen sich zurück, isolieren sich, sind fixiert auf Computer und Co. und interessieren sich nicht mehr für andere Freizeitaktivitäten. Oft endet das im Dauerstreit in der Familie und geht manchmal so weit, dass Eltern nicht mehr mit ihren Kindern reden können.
Warnsignale sollten sein, wenn das Kind die Schule vernachlässigt, die Leistungen deutlich nachlassen, es sich von anderen Aktivitäten zurückzieht oder ständig launisch und gereizt ist. 

Computerspiele und das Internet, aber besonders auch das Smartphone können für Kinder und Jugendliche so reizvoll sein, dass sie damit nicht mehr aufhören wollen. Das Spiel wird zum Leben oder das Leben findet in sozialen Netzwerken statt. Wenn Kinder und Jugendliche sich zu häufig in virtuellen (Fantasie-)welten bewegen, können vor allem Jüngere wichtige Entwicklungsschritte verpassen, wodurch sich ihre Entwicklungschancen verschlechtern können.
Auch wenn exzessives Computerspielen nicht als Sucht anzusehen ist, die Folgen sind doch ähnlich: Betroffene müssen in ihr reales Leben zurückfinden, müssen versäumte Entwicklungen nachholen und soziale Kontakte in ihrem Umfeld wieder aufbauen.
Mädchen tendieren eher zur intensiveren Nutzung von sozialen Netzwerken, Jungen eher zu Computerspielen.