Von Shisha, Shiazo-Steinen und dem E-Smoothie

Die Shisha ist ein Bestanteil der arabischen Kultur und steht für Gemeinschaftlichkeit und Gastfreundschaft. In Europa sind es vor allem junge Leute, die Shishas in Bars oder zu Hause gemeinsam mit Freunden rauchen. Hier spielen auch die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen des Tabaks eine Rolle.

Aromastoffe und die Kühlung des Rauchs im Wasser überdecken bei Shishas den unangenehmen Geschmack des Tabaks und senken so die Hemmschwelle zu rauchen. Ganz unbeabsichtigt und unwissend können Jugendliche so über die Shisha mit dem regelmäßigen Tabakkonsum beginnen

Shiazo-Steine

Nicht so gebräuchlich ist das Rauchen von „Shiazo-Steinen“ in der Shisha. Die Steine sehen aus wie Split, sie bestehen aus einem speziellen Mineralkomplex, der gut Flüssigkeit aufnehmen kann und bei Erhitzung Dampf erzeugt. Shiazo bedeutet übersetzt auch „dampfen“.

Für den süßen Geschmack werden die Steine in Melasse eingelegt. Sie dienen als Tabakersatz und setzen kein Nikotin frei. Allerdings wird ebenso wie beim Tabakrauchen in der Shisha gesundheitsgefährdendes Kohlenmonoxid frei gesetzt.

E-Shisha

Eine neue Form des Rauchens ist die E-Shisha, eine elektronische Zigarette, die es in bunten Farben und mit verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt und die auch als E-Smoothie bezeichnet wird. Sie enthält in der Regel kein Nikotin, aber möglicherweise andere Schadstoffe. Zudem kann durch den Gebrauch der E-Shisha eine Gewöhnung an das Rauchen erfolgen.

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Verbreitung

66 Prozent der Jugendlichen in Frankfurt haben schon mindestens einmal Shisha geraucht. Laut Erhebungen greifen am häufigsten die 18-Jährigen zur Wasserpfeife. Zwischen Jungen und Mädchen gibt es keine großen Unterschiede, beide Geschlechter rauchen ungefähr gleich häufig Shisha.

Gebrauch

In Wasserpfeifen werden spezielle Shisha-Tabake geraucht, die neben Tabak mit seinen schädlichen Inhaltsstoffen wie Nikotin auch noch Geschmacksstoffe wie Fruchtaromen oder das Feuchthaltemittel Melasse enthalten. Beim Shisha-Rauchen riecht es also nicht nach Zigarettentabak, sondern nach den jeweils beigemischten Aromen. Der Shisha-Tabak ist besonders feucht, damit mehr Qualm entsteht.

Eine Shisha zu rauchen kann bis zu einer Stunde dauern. Durch das tiefe Inhalieren werden mehr Schadstoffe aufgenommen als beim Zigarettenrauchen. Dafür ist die Häufigkeit des Konsums beim Shisha-Rauchen geringer als beim Zigarettenkonsum.

Gesetzeslage

In Deutschland regelt das Jugendschutzgesetz (§ 10), dass Jugendliche erst ab 18 Jahren rauchen dürfen. Dieses Verbot gilt auch für Shisha-Tabak, das Shisha-Rauchen und für E-Shishas.

 

Risiken

Shisha-Rauchen ist genauso ungesund wie das Zigarettenrauchen. Je häufiger konsumiert wird, desto höher sind die gesundheitlichen Risiken.

Shisha-Tabak enthält außer dem Nervengift Nikotin zahlreiche Schadstoffe. Darunter befinden sich mehr als 40 Substanzen, die nachweislich krebserregend sind. Im Vergleich zu Zigaretten finden sich im Rauch der Wasserpfeife höhere Konzentrationen von Teer, Kohlenmonoxid und von krebserregenden Substanzen. Hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid können zu Vergiftungen führen, die sich durch Übelkeit und Kopfschmerzen zeigen.

 Da beim Shisha-Rauchen tiefer inhaliert wird, wird auch mehr Nikotin aufgenommen.  Die Gefahr einer Suchtentwicklung ist dabei ebenso groß wie bei Zigaretten. Und auch für die Shisha gilt: Je früher geraucht wird, desto größer ist das Risiko, abhängig zu werden.

Weitere Informationen

Deutsches Krebsforschungszentrum zu E-Shishas

Bundesinstitut für Risikobewertung zu E-Shishas vom 23.04.2015

http//www.mindzone.info/drogen/wasserpfeife/

https://www.rauch-frei.info/nichtrauchen/vorsicht-wasserpfeife.html

https://www.test.de/E-Shishas-Langzeitfolgen-sind-noch-unbekannt-4729181-0/

http://de.wikipedia.org/wiki/Shisha