Unberechenbares Risiko: Von Herzrasen und Angstzuständen

Wer „Legal Highs“, Neue psychoaktive Subtanzen (NPS) oder Räuchermischungen konsumiert, muss sich klar sein, dass er Versuchskaninchen für unerforschte Chemikalien spielt. Denn man weiß nichts über Wirkungen, Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Auch wie süchtig diese Substanzen machen, kann niemand sagen. Es könnte zum Beispiel sein, dass ein regelmäßiger Konsum von Räuchermischungen schädlicher ist, als regelmäßig zu kiffen.


Wer "Legal Highs" konsumiert, geht jedesmal ein hohes gesundheitliches Risiko ein,  da auf der Verpackung weder die Inhaltsstoffe noch deren Dosierung angegeben sind. Sogar bei einem gleichen Produkt können Inhalt und Dosierung von Packung zu Packung verschieden sein. Auch die Stärke der verwendeten Substanzen kann in jeder Packung anders ausfallen. Da viele Hersteller nicht über ausreichendes pharmakologisches Wissen verfügen, bleibt die Dosierung Zufall. 

Unberechenbar und gefährlich sind auch alle möglichen Verunreinigungen und Stoffe, die Hersteller dazu mischen wie Hartparafin oder Teer. 

In einer Online-Umfrage der Universität Frankfurt berichteten viele „Legal High“- Konsumenten über unerwünschte Nebenwirkungen: 
* 2/3 der Teilnehmer hatten schon mal Herzrasen. 
* Die Hälfte klagte über Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen, 
* 42 Prozent über Übelkeit und 
* 1/3 hatte schon mal Angstzustände nach dem Konsum von Legal Highs. 

Auch Überdosierungen oder Vergiftungen durch verschiedene Legal High Produkte kommen immer wieder vor. Über Kreislaufversagen und Ohnmacht wurde berichtet, sowie über Psychosen und Wahnvorstellungen. Einige Konsumenten wurden mit Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Neuen Psychoaktiven Substanzen kontinuierlich zugenommen: Laut Bericht der Bundesdrogenbeauftragten sind 2016 in Deutschland 98 Personen in Verbindung mit NPS-Konsum verstorben, 2014 waren es noch 25.

Weitere Informationen gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)